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Visitenkarten und die DSGVO

Seit dem 25. Mai gilt in Österreich die neue Datenschutzgrundverordnung (kurz DSGVO) und mit dieser gehen noch viele offene Fragen einher. Insbesondere auch, ob Visitenkarten, welche man persönlich erhält, auch in die neue DSGVO fallen. 

Vorab das erhalten einer Visitenkarten per se fällt noch nicht in die DSGVO. Eine Visitenkarte kann zB als reines Kommunikationsmittel gesehen werden. Jedoch liegt es dann daran, wie mit dieser Visitenkarte weiter umgegangen wird. Wird die Visitenkarte zB. unsortiert in eine Box abgelegt, liegen keine strukturierten personenbezogenen Daten vor. Werden die Daten jedoch in eine Datenbank übertragen, liegen strukturierte personenbezogenen Daten vor und fallen diese Daten in die neue DSGVO. 

Was heißt das? 

Das heißt, dass, wenn man mit den Personen auf den Visitenkarten in Kontakt treten bzw. diesen Personen sogar Werbung schicken möchte, man grundsätzlich deren Zustimmung für die Verarbeitung der Daten einholen muss. 

Folgende Informationen müssen nach der DSGVO in solch einer Einwilligungserklärung erteilt werden:

  • Wer verarbeitet die Daten?
  • Warum = zu welchem Zweck werden die Daten verarbeitet? (zB zum Zweck der Kontaktaufnahme oder zu Marketingzwecken)
  • Werden die Daten an (welche) Dritte weitergegen?
  • Wie lange werden die Daten aufgehoben/gespeichert?
  • Bestehen von Betroffenenrechten
  • Die Möglichkeit des Widerrufes
  • Das Bestehen des Beschwerderechtes bei der Datenschutzbehörde

Ausnahmen wären jedoch nach der DSGVO denkbar, wenn zB eine Vertragsbeziehung besteht oder eine derartige Vertragsbeziehung absehbar ist. Fällt jedoch die Vertragsbeziehung oder deren Anbahnung weg, sind diese Daten zu löschen. 

Mag. iur. Dominique Schichtle

By | 2018-06-08T12:35:36+00:00 Juni 8th, 2018|Categories: Allgemein|0 Comments

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